Gemeinsam zur neuen Bestzeit
Am Sonntag, den 4. Mai 2014, fand der 29. Hamburg-Marathon statt. Wie in jedem Jahr war eine große Schleife durch Hamburg vorbei an allen markanten Punkten zu durchlaufen. Nach dem Start in Höhe der Messehallen führt die Strecke über die Reeperbahn, durch Altona, entlang der Elbchaussee, vorbei am Fischmarkt, den Landungsbrücken, der Speicherstadt, dem Hauptbahnhof, dem Jungfernstieg, der Binnenalster, der Außenalster, dem Klosterstern und den Gorch-Fock-Wall hinauf bis zum Ziel, das sich an den Messehallen befand.
In diesem Jahr mussten sich die knapp 700.000 Zuschauer warm anziehen, denn im Gegensatz zu den vergangenen Jahren herrschten während des gesamten Laufs lediglich Temperaturen um 10°C, die sich bei dem teilweise böigen Wind noch deutlich niedriger anfühlten. Dennoch wurden die Läuferinnen und Läufer immer wieder angefeuert und zeigten sehr gute Leistungen. Insgesamt erreichten 12.858 Läuferinnen und Läufer das Ziel, was einen deutlichen Anstieg der Finisherzahlen gegenüber den Vorjahren bedeutete.
Heike Eckert (TV 03 Breitenbach) und Gisela Schenk (LG Alheimer) hatten eine immer wieder von Krankheiten unterbrochene Vorbereitung und entschieden sich erst kurzfristig an den Start zu gehen. Entgegen ihren eigenen Erwartungen sollte es viel besser laufen, als sie es zu hoffen gewagt hatten. Von Anfang an liefen beide gemeinsam und sehr gleichmäßig. Bei Kilometer 38 sagte Gisela Schenk zu Heike Eckert, dass sie schneller laufen sollte, was Heike Eckert auch tatsächlich realisieren konnte. Im Ziel blickte sie voller Erstaunen auf ihre Uhr: Sie hatte ihre bisherige Bestzeit um mehr als 13 Minuten auf 3:44:30 Stunden verbessert und belegte damit Platz 71 in der W 45. Gisela Schenk konnte sich um fast vier Minuten auf 3:46:09 Stunden verbessern und reihte sich auf Platz 15 der W 55 ein. Beide freuten sich noch lange nach dem Zieleinlauf gemeinsam über ihre selbst nicht erwarteten Leistungen.
Sandra Barborseck (TV 03 Breitenbach) wollte diese Mal den Marathon so weit wie möglich genießen. Nach den ersten 15 Kilometern reduzierte sie ihr Tempo ein wenig, um ihr Vorhaben realisieren zu können. Auf der zweiten Streckenhälfte motivierte sie die Zuschauer immer wieder dazu die Läufer anzufeuern. Im Ziel konnte sie sich über den zweiten Platz in der W 40 mit einer Zeit von 3:06:20 Stunden freuen, was gleichzeitig die sechstbeste Marathonzeit ihrer bisherigen Karriere war. Von insgesamt 2.817 Frauen bedeutete dies den 37. Platz.
Dr. Dietrich Semm (VSG Bebra-Rotenburg) war in diesem Jahr zum sechsten Mal in Hamburg am Start. Er lief ein sehr gutes Rennen und überquerte nach 3:36:111 Stunden (128. Platz M 55) die Ziellinie an den Messehallen.
Petra Wiesener (LC Marathon Rotenburg) hatte das Ziel knapp unter vier Stunden das Ziel zu erreichen. Die Halbmarathonzeit deutete daraufhin, dass das Vorhaben gelingen könnte. Auf der zweiten Hälfte verlor sie jedoch ein wenig zu viel Zeit, so dass sie in 4:00:51 Stunden (162. Platz W 3) haarscharf an ihrem Ziel vorbeilief.
Auch nach dem Zieldurchlauf und dem Duschen zeigten sich alle Marathon-Finisher und Zuschauer noch immer beeindruckt von dem Erlebnis Marathon Hamburg.
