Laufen

Nachwuchs glänzt beim Halbmarathon in Berlin

Armin Hast

Am 3- April 2022 fand der 41. Berliner Halbmarathon statt.

Während in der Heimat der April mit starken Schneefällen überraschte, herrschten in der Hauptstadt gute Laufbedingungen. Bei kühlen 3 Grad und böigem wind mit Sonne-Wolken Mix gingen 6 Läufer/Innen des TV 03 Breitenbach und aus der Region an den Start zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule.

Geplant war der Start schon für das Jahr 2020, fiel aber der Corona Pandemie zum Opfer.

Mit wechselnder Motivation wurde im Herbst/Winter das Training aufgenommen mit dem Ziel:

Dabeisein ist alles!

So standen die 6 Läufer/Innen mit über 33.330 anderen Startern in unterschiedlichen Starblöcken mit verschiedenen Startzeiten.

Während die Musik aus den Lautsprechern klang wurde klar, was zwei Jahre lang gefehlt hat:

Dieses Gefühl der Spannung, zusammen mit 121 verschiedenen Nationen, unterschiedlichen Leistungsklassen und Ambitionen gemeinsam demselben Ziel entgegen zu fiebern.

Luisa Barborseck stand zum ersten Mal am Start eines Halbmarathons und hatte bisher erst 2 Wettkämpfe über 10 km absolviert, die bereits 2 Jahre zurücklagen. Geringe Trainingsumfänge ließen eine Prognose schwer zu.

Gemeinsam mit ihrer Mutter Sandra Barborseck überquerte sie die Startlinie und fühlte sich im Schnitt von 5 Minuten auf den Kilometer wohl. Wie ein Uhrwerk lief sie Kilometer für Kilometer im selben Tempo. Spannend wurde es ab Kilometer 18, diese Distanz war sie bisher einmal im Training gelaufen.

Doch der befürchtete Einbruch blieb aus. Im entscheidenden Moment waren die mitgereisten Fans an der Strecke und beflügelten für die letzten Meter.

Hand in Hand lief sie mit ihrer Mutter Sandra Barborseck nach 1:45:24 Std ins Ziel. Dies bedeutete für Luisa Platz 346 der weiblichen Hauptklasse, für Sandra Platz 39 der W50.

Heike Eckert stand im selben Startblock und war glücklich, nach einer überstandenen Fußoperation dabei sein zu können. Sie konnte ihre Kräfte gut einteilen, genoss die Stimmung an der Strecke und durchquerte das Brandenburger Tor nach 2:01:56 auf Platz 138 ihrer Altersklasse W 55.

Aus den hinteren Startblöcken gut 30 Minuten später starteten Elisabeth und Gisela Schenk, eine weiteres Mutter – Tochter – Team.

Elisabeth war bereits bei einem Halbmarathon in ihrer noch jungen Laufkarriere gestartet. Im Training war sie die meiste Zeit auf sich alleine gestellt. Ihr Ziel, unter 2 Stunden zu bleiben, unterbot sie deutlich mit einer neuen persönlichen Bestleistung. 1:46:57 Stunden standen am Ende auf ihrer Uhr, dies bedeutete Platz 391 der weiblichen Hauptklasse.

Gisela Schenk folgte ihrer Tochter und genoss das Rennen in ihrer alten Heimat Berlin mit besonderer Verbundenheit. Sie lief ein gleichmäßiges Rennen und erreichte das Ziel nach 2:13:14 Stunden.

Damit erreicht sie in ihrer Altersklasse W 65 den beachtlichen 19. Rang.

Auch Christian Schögin aus Lispenhausen stand zum ersten Mal am Start eines Halbmarathons.

Sein sehr gutes Ergebnis beim Bad Hersfelder Lollslauf über 10 km lies ein gutes Ergebnis erahnen.

Auch er musste zahlreiche langsamere Läufer umkurven. Trotz der Behinderungen schaffte er die 21,1 Km in beachtlichen 1:26:10 Stunden. Er landete auf Platz 232 der männlichen Hauptklasse.

Mit vielen neuen Eindrücken und glücklichen Gesichtern ging es auf die Heimreise, wo bereits neue Pläne für weitere mögliche Starts geschmiedet wurden.

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