Nina Stein gewinnt Hindernislauf „Hell Of The Brave“ in Hohenroda
Am 06.10.2018 fand die erste Auflage des Extrem-Hindernislaufs „Hell Of The Brave“ in Hohenroda statt. Die Strecke umfasste 24 sogenannte „Masterchief“-Kilometer – ein „Masterchief“-Kilometer variierte dabei zwischen 800 Metern und 1,7 Kilometern. Letztlich waren daher gut 30 „normale“ Kilometer zu absolvieren. Besondere Erschwernisse dabei waren die 50 zu überwindenden Hindernisse, wobei einige (dank Wendeschleife) zweimal zu bezwingen waren.
Gestartet wurde auf dem Sportplatz in Ransbach. Das erste Hindernis wartete bereits direkt nach dem Start: Eine etwa 2 Meter hohe Holzwand galt es zu überwinden. Nach den ersten 150 Metern folgte dann das erste Schlammfeld, welches zu durchkriechen war. Über Strohballen und riesige Kabeltrommeln führte die Strecke zum alten Bahnhof in Ransbach. Über Schienen und steile Abhänge ging es dann zum ersten großen Hindernis: Es galt durch Betonröhren zu kriechen, Reifenfelder zu durchqueren und sich unter knapp über dem Boden aufgereihten Reifen durchzuquetschen, um sich im Anschluss über einen etwas breiteren Bach zu hangeln. Danach waren an die 8 Kilometer absolviert. Es folgten dann die wirklich unangenehmen Hindernisse: Ein 90 Meter langes, mit Stromzaun überspanntes Feld galt es zu durchkriechen. Eine Berührung mit dem Zaun war äußerst unangenehm, so dass man gut beraten war, jeglichen Kontakt zu vermeiden. In Anbetracht der Höhe des gespannten Zauns war dies allerdings äußert schwierig. Nach dem Stromfeld folgte dann das Hindernis „Loch Ness“: Ein See war zu durchschwimmen. Die Schwimmstrecke war mit etwa 50 Metern nicht besonders lang, die Wassertemperatur lag allerdings bei 8°C, was tatsächlich Probleme mit der Atmung verursachte. Hatte man den See bezwungen, wurde man bereits von vier ca. 3-4 Meter tiefen Schlammgruben erwartet, die zu durchqueren waren. Alleine hatte man hier keinerlei Chance aus den Gruben herauszukommen; dies gelang nur durch Zusammenarbeit mit anderen Startern. Nach den Schlammgruben folgte eine etwas weitere Laufstrecke, auf der man sich etwas erholen konnte, bevor man nach 17 Kilometern wieder auf die nächsten Hindernisse traf. Es waren Container, Autos und Strohhaufen zu überwinden. Über einen sehr steilen Anstieg, der natürlich mehrfach hoch und runter zu laufen war ging es dann wieder zurück zu den Schlammgruben. Von dort waren alle Hindernisse des Hinwegs erneut zu absolvieren. Inzwischen war man gut 3 Stunden unterwegs und die Kraft ließ langsam merklich nach. Die Kriechhindernisse erwiesen sich als äußerst schmerzhaft, da mittlerweile auch Knie und Ellbogen aufgescheuert waren und bluteten.
Dennoch erreichten letztlich 134 Teilnehmer das Ziel. Das sehr knapp bemessene Zeitlimit von 5 Stunden konnten dabei allerdings nicht einmal die Hälfte der Teilnehmer einhalten. Nina Stein (TV 03 Breitenbach) erreichte das Ziel nach 4:47:44 Stunden und gewann damit die Frauenwertung. Im Gesamteinlauf aller 134 Teilnehmer belegte sie damit Platz 34.
Einen Tag später – am 07.10.2018 – startete Nina Stein dann bei der 28. Auflage des Rennsteig Herbstlaufes, um die Rennsteigserie „Rennsteig hoch 3“ zu komplettieren. Insgesamt gingen fast 500 Läufer auf die angebotenen Strecken von 10 und 20 Kilometern. Da der Hindernislauf vom Vortag seine Spuren hinterlassen hatte, startete Nina Stein nur über die 10 Kilometer-Strecke. Auch dies erwies sich als recht schwergängig. Die Strecke verlief rund um Masserberg und war mit ca. 300 Höhenmetern recht gut profiliert. Nina Stein belegte mit einer Zeit von 56:36 Minuten Platz 4 in der mit 18 Starterinnen besetzten Altersklasse W35. Im Gesamteinlauf der 121 Läuferinnen bedeutete dies Platz 25.
