Laufen

Nina Stein erfolgreich beim Innsbrucker Alpine Trailrun-Festival

Armin Hast

Am 28.04.2018 war es endlich soweit: Das Innsbrucker Alpine Trailrun Festival startete in seine dritte Auflage. Auf dem Programm standen verschiedene Distanzen von 15 bis hin zu 85 Kilometern. Nina Stein vom TV 03 Breitenbach startete über die 42,9 Kilometer lange Marathondistanz, die im Aufstieg 1300 Höhenmeter und im Abstieg 1600 Höhenmeter zu bieten hatte.

Gestartet wurde um 12.30 Uhr etwas außerhalb von Innsbruck am Natterer See. Von dort aus führte die Strecke durch die Sillschlucht nach Innsbruck zurück und zur Bergisel-Schanze. Von dort ging es hinauf nach Lans und Aldrans (ca. 90 0m über NN), von wo aus man einen sehr schönen Blick auf Innsbruck und die Nordkette hatte. Über wellige Trails führte die Strecke dann hinab in die Altstadt von Hall (580 m über NN), wo Kilometer 25 erreicht war. Dort wurde es dann richtig anstrengend: Der 12,5 km lange Aufstieg zum Enzianhof (ca. 1125 m über NN) musste geschafft werden. Hatte man diesen erreicht, ging es die letzten 5,4 Kilometer über sehr steile Trails bergab Richtung Innsbruck und ins Ziel vor dem Innsbrucker Landestheater.

Die Strecke stellte sich insgesamt als recht gut laufbar heraus. Die Trails wiesen keinen hochalpinen Charakter auf, waren aber teilweise sehr technisch. Besonders gefährliche Abschnitte waren entsprechend gekennzeichnet, so dass man wusste, wann es ratsam war, das Tempo zu drosseln.

Die äußeren Bedingungen hingegen waren leider nicht ganz so ideal. Bereits zum Start zeigte das Thermometer 27°C an. Wer schon mal einen Trail gelaufen ist, weiß, dass das mit einem Straßenlauf wenig gemeinsam hat. So wird man beim Trail nur mit einer vorgeschriebenen Pflichtausrüstung auf die Strecke gelassen. Ein Laufrucksack mit vorgeschriebenem Inhalt ist während des Laufs mitzuführen. 1 Liter Wasser, Wechselkleidung, Erste-Hilfe-Set, Notfallverpflegung, Regenjacke und Handy gehören hier zur Standardausrüstung. Bei solchen Außentemperaturen macht so ein Gepäck das Laufen dann nicht unbedingt einfacher.

Ein weiterer großer Unterschied zum Straßenlauf sind die Verpflegungsstationen (in Österreich Labestation genannt). Es stehen keine Becher bereit; vielmehr ist jeder verpflichtet seinen eigenen Becher mitzubringen. Es gilt das Motto: do it yourself. Dennoch sind die Verpflegungspunkte ein kleines Highlight. Es gibt alles, was man sich vorstellen kann: Käse, Wurst, Gemüse, Obst, Suppe, Schokolade, Chips, Gummibärchen etc. Man sollte also hier einige Minuten einplanen, da meist auch reger Betrieb herrscht.

Nina Stein kam mit den äußeren Bedingungen ganz gut zurecht. Dennoch musste sie feststellen, dass die enormen Trainingsumfänge der letzten Monate wirklich angemessen waren, um bei so einem Lauf einigermaßen durchzukommen. Da bei einem Trail die Uhren ja bekanntlich anders gehen plante sie eine Zielzeit von unter 6.30 Stunden ein. Umso mehr freute sie sich, als sie das Ziel bereits nach 5 Stunden und 43 Minuten erreichte und damit im Gesamteinlauf der Frauen Platz 30 belegen konnte. Insgesamt erreichten 81 Frauen und 267 Männer das Ziel. Damit konnte sie den ersten Qualifikationslauf für den Mont Blanc Ultra-Trail erfolgreich abschließen. Der zweite Qualifikationslauf steht im Juni in Salzburg an: Dort geht es dann auf die 62 Kilometer-Distanz.

(Bericht von Nina Stein)

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