Berlin war eine Reise wert
Beim 40. Berliner Marathon gingen am Sonntag, den 29. September 2013, sieben Breitenbacher Läuferinnen und Läufer und ein Läufer der LG Alheimer an den Start.
Zum Jubiläumsmarathon zeigte sich das Wetter in Berlin von seiner besten Seite. Bei Temperaturen um 10°C und strahlendem Sonnenschein war die Grundlage für ein Marathonfest gelegt. Mehr als 36.000 Läuferinnen und Läufer (27.549 Männer / 8.995 Frauen) wollten diese sehr guten Bedingungen nutzen, um ihre persönlichen Ziele zu erreichen.
Die Strecke führte vom Start am Tiergarten, vorbei an der Siegessäule und dem Reichstag über den Alexanderplatz, durch Kreuzberg, vorbei am Rathaus Schöneberg und dem Wilden Eber, über den Kurfürstendamm und den Potsdamer Platz, bevor der letzte Kilometer auf der Straße Unter den Linden zurückgelegt werden musste. Gekrönt wurde der Zieleinlauf durch das Passieren des Brandenburger Tores knapp 400 m vor dem Marathonziel.
Die heimischen Teilnehmer hatten sich den Sommer über konsequent auf den Start in Berlin vorbereitet und freuten sich, dass der Marathon endlich vor der Tür stand.
Sandra Barborseck, Timo Eschtruth und Armin Hast sollten sich gegen Ende des Laufs noch zufällig treffen, was in dieser Konstellation am Start noch keiner von dreien so geahnt hatte. Alle drei hatten jedoch vor dem Start das Ziel, eine Zeit von knapp um die drei Stunden zu laufen. Timo Eschtruth, der als Triathlet für den TV 03 Breitenbach startet, wurde bei Kilometer 31,5 von Armin Hast eingeholt. Ab diesem Zeitpunkt setzen sie ihren Lauf gemeinsam fort. Bei Kilometer 37 lief Sandra Barborseck zu den beiden auf, die bis dahin ein wenig langsamer geworden waren. Die nächsten beiden Kilometer absolvierten die drei gemeinsam. Bei Kilometer 39 musste Armin Hast die beiden laufen lassen, behielt sie jedoch immer in Sichtweite. Alle drei wussten, dass sie sich auf den letzten drei Kilometern keine großen Zeitverluste mehr erlauben durften, um eine Zeit von unter drei Stunden zu erzielen. Sandra Barborseck und Timo Eschtruth liefen schließlich gemeinsam über die Ziellinie. Sandra Barborseck war über ihren zweiten Marathon mit einer Zeit von unter drei Stunden überglücklich und sagte: „Das war der schönste Lauf meines Lebens !“ Mit einer Zeit von 2:59:29 Stunden belegte sie Platz 9 in der W 40 (45. Platz Frauen). Timo Eschtruth, der ein wenig früher über die Startlinie gelaufen war, verzeichnete eine Nettozeit von 2:59:42 Stunden (203. Platz M 45; 1.404. Platz Männer). Er freute sich und sagte: „Es motiviert und hilft, wenn man die letzten 10 Kilometer eines Marathons mit Bekannten laufen kann.“
Armin Hast folgte den beiden in kurzem Abstand in einer Zeit von 2:59:43 Stunden (204. Platz M 45; 1.406. Platz Männer). „Nach mehr als fünf Jahren ist es schön, endlich wieder einmal unter drei Stunden gelaufen zu sein“, war sein zufriedenes Fazit.
Hartmut Kühl hatte eine Zeit von unter 3:30 Stunden anvisiert. Konzentriert lief er die erste Hälfte des Marathons an und merkte, dass er auch auf der zweiten Hälfte sein Tempo nahezu halten konnte. Unterwegs hatte er noch gerechnet und wusste bereits bei Kilometer 40, dass er sogar eine Zeit von 3:20 Stunden unterbieten konnte. Davon beflügelt lief er die letzten 2,2 Kilometer ins Ziel. Mit einer Zeit von 3:19:27 Stunden konnte er seine bisherige Bestzeit um mehr als 10 Minuten verbessern und belegte damit Platz 368 in der M 50 (4.187 Platz Männer). Hartmut Kühl freute sich sehr und bekundete: „Das konsequente Training und die Stimmung entlang der Strecke haben mir diese Leistung ermöglicht.“
Anja Schwarz-Granzow wollte den Lauf nach einem straffen Wettkampfprogramm als Erlebnislauf nutzen. Ihr gelang es zwei extrem gleichmäßige Streckenhälften zu laufen. Sie hatte bereits kurz nach dem Start trotz des dichten Gedränges einen Mitläufer gefunden, der sie den ganzen Lauf über nicht verließ. „Es ist eigentlich unglaublich, dass man unter knapp 40.000 Läufern jemanden findet, mit dem man die ganze Strecke gemeinsam laufen kann“, sagte sie im Ziel und war mit ihrer Zeit von 3:49:36 Stunden (260. Platz W 45; 1.461 Platz Frauen) sehr zufrieden.
Gerhard Schenk (LG Alheimer) nutzte die Teilnahme am Berlin-Marathon gleichzeitig zum Besuch von alten Studienfreunden. Er erreichte das Ziel nach 3:50:17 Stunden auf Platz 544 in der M 55 (12.439 Platz Männer).
Für Heike Eckert war es ein sehr aufregendes Wochenende. Was mit einem harmlosen Tritt in einen Hundehaufen begann, steigerte sich über einen Sturz beim abschließenden Trainingslauf am Samstag, der mit einem blutigen Knie endete, und gipfelte in dem Verlust eines Laufschuhs bei Kilometer 18, weil ihr ein Mitläufer auf die Ferse getreten hatte. Zum Glück konnte sie nach einen kurzen Stopp ihren Schuh, der von einem aufmerksamen Teilnehmer gefunden wurde, wieder anziehen und ihren Lauf fortsetzen. Von alledem äußerlich unbeeindruckt hatte sie immer ihr Ziel von einer Zeit von unter vier Stunden im Blick, was ihr letztlich auch gelingen sollte. „Trotz der vielen Mißgeschicke konnte ich mein Ziel erreichen“, war ihr Fazit nach dem Zieleinlauf in einer Zeit von 3:57:50 Stunden (405. Platz W 45; 2.219 Platz Frauen).
Trotz einer nicht problemlos verlaufenden Vorbereitung wollte sich Beatrix Nöding das Erlebnis einer Teilnahme am Berlin-Marathon nicht nehmen lassen. „Mein größter Wunsch war, das Ziel am Brandenburger Tor gesund und wohlbehalten zu erreichen und nicht als einzige der Gruppe den Lauf abbrechen zu müssen.“ Von Beginn an lief sie ein dosiertes Tempo und ist mit einer Zeit von 4:21:05 Stunden (535. Platz W 59; 4.355 Platz Frauen) sichtlich gerührt im Ziel angekommen.
Die Breitenbacher Teilnehmer traten am Montag nach einem erlebnisreichen Wochenende in Berlin mit vielen neuen Eindrücken glücklich und zufrieden die Heimreise an.
