Breitenbacher Marathon-Debütanten erobern Hamburg im Laufschritt
Am Sonntag, den 26.04.2009, fand der 24. Hamburg-Marathon statt. Wie in jedem Jahr war eine große Schleife durch Hamburg vorbei an allen markanten Punkten zu durchlaufen. Nach dem Start am Eingang zur Reeperbahn, führte die Strecke durch Altona, entlang der Elbchaussee, vorbei am Fischmarkt, den Landungsbrücken, der Speicherstadt, dem Hauptbahnhof, dem Jungfernstieg, der Binnenalster, der Außenalster, dem Klosterstern und der Rothenbaumchaussee bis zum Ziel, das sich am Heiligengeistfeld befand.
Auch in diesem Jahr wurden vor allen Dingen die über 800.000 Zuschauer, die die Läuferinnen und Läufer immer wieder anfeuerten und zu sehr guten Leistungen motivierten, von strahlendem Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen mehr als verwöhnt. Bereits beim Start um 9.00 Uhr zeigte das Thermometer bei strahlendem Sonnenschein eine Temperatur von 15°C, die bis um 12.00 Uhr auf 23°C anstieg. Diese für einen Marathon relativ hohen Temperaturen sind in der Regel nicht immer guten Zeiten zuträglich, aber die heimischen Läuferinnen und Läufer unter den 13.939 Finishern sollten an diesem Tag das Gegenteil beweisen. Nach einer langen und intensiven Vorbereitung starteten die Breitenbacher Läuferinnen und Läufer hochmotiviert und voller Erwartung auf die Herausforderung Richtung Hamburg. Insgesamt liefen sieben heimische Starter ihren ersten Marathon.
Der erst 22-jährige Martin Landau (TV 03 Breitenbach) konnte bei seinem ersten Marathon die ersten knapp 20 Kilometer zusammen mit dem bereits zum 18. Mal in Hamburg startenden Armin Hast (TV 03 Breitenbach) zurücklegen. Ihr Vereinskamerad Frank Metzger ging den Marathon vorsichtiger an, konnte aber bei km 16 an Martin Landau und Armin Hast vorbeiziehen. Andreas Jordan (TSG Fürstenhagen), der zusammen mit den Breitenbacher Läufern das Wochenende in Marburg verbrachte, und Manuel Smolen (TV 03 Breitenbach) folgten nur mit geringen Abständen. Ab Kilometer 20 konnte Armin Hast dem Tempo von Martin Landau nicht mehr folgen, der sogar wieder zwischen km 25 und 30 an Frank Metzger vorbeilief. Bis ins Ziel konnte Martin Landau sein Tempo fast halten, lief mit 2:55:12 Stunden (219. Platz, 43. Platz MH) eine Zeit deutlich unter der begehrten 3 Stunden-Marke und war im Ziel überglücklich über seine Leistung. Auch Manuel Smolen zeigte sich unbeeindruckt von den Temperaturen, arbeitete sich kontinuierlich nach vorne und konnte bei km 37 sogar Frank Metzger überholen. Manuel Smolen blieb bei seinem ersten Marathon mit 2:57:30 Stunden (301. Platz, 71. Platz M 35) ebenfalls unter drei Stunden. Trotz starker Krämpfe in den Waden und den Oberschenkel biss sich Frank Metzger durch und erreichte nach 2:59:24 Stunden (376. Platz, 94. Platz M 40) das Ziel erstmals unter drei Stunden. Wie Frank Metzger bekam auch Andreas Jordan auf der zweiten Hälfte Probleme, so dass er sein Ziel erstmals in seiner Karriere unter drei Stunden zu laufen mit einer Zeit von 3:02:47 Stunden (477. Platz, 104. Platz M 35) knapp verpasste. Armin Hast hatte keinen guten Tag erwischt und blieb mit 3:04:10 Stunden (517. Platz, 133. Platz M 40) erst zum zweiten Mal bei 29 Marathons über 3 Stunden.
Sandra Barborseck (TV 03 Breitenbach) hatte sich zum Ziel gesetzt ihre im letzen Jahr in Köln aufgestellte Bestzeit nochmals zu unterbieten. Ihr erst 23-jähriger Vereinskamerad Artur Pankratz stellte sich erstmals der Marathonherausforderung und hatte geplant, solange wie möglich zusammen mit Sandra Barborseck zu laufen. Dieses Vorhaben sollte auch 27 Kilometer lang sehr gut funktionieren. Erst ab diesem Zeitpunkt musste er den Kontakt abreißen lassen. Sandra Barborseck lief nahezu mit konstanten Kilometerzeiten weiter und konnte sich bereits bei Kilometer 35 sicher sein ihr selbstgestecktes Ziel zu erreichen. Mit einer Zeit von 3:04:46 Stunden konnte sie sich um fast zwei Minuten steigern und belegte damit Rang 25 (5. Platz W 35) im Feld der Frauen. Andreas Patzwa (TV 03 Breitenbach), der ebenfalls zum ersten Mal bei einem Stadtmarathon am Start war, hatte in den letzten Wochen vor dem Marathon noch starke muskuläre Probleme, die am Wettkampftag aber wie weggeblasen zu sein schienen. Es schien fast so, als ob der Marathon im keine Anstrengungen bereiten würde. Bei km 37 passierte er sogar Artur Pankratz. Das Ziel erreichte Andreas Patzwa freudestrahlend nach 3:07:56 Stunden (650. Platz, 100. Platz M 45). Artur Pankratz zeigte auf den letzten Kilometern sein großes Kämpferherz und lief nach 3:13:38 Stunden (919. Platz, 109. Platz MH) über die Ziellinie.
Sven Bücher (Rotenburg), der einen schlechten Startplatz erwischt hatte, lief bei seinem Marathondebüt ein starkes und gleichmäßiges Rennen und erreichte das Ziel nach 3:14:49 Stunden (991. Platz, 112. Platz M 30).
Dr. Dietrich Semm (BVSG Bebra) war in diesem Jahr zum zweiten Mal in Hamburg am Start. Bedingt durch seine Tätigkeit als Hausarzt steht im nicht soviel Trainingszeit zur Verfügung, was sich vor allen Dingen auf der zweiten Hälfte bemerkbar machen sollte. Angesichts dessen konnte er sich über die Zeit von 3:33:07 Stunden (2.456 Platz, 212. Platz M 50) freuen.
Auch Frank Röhrig (TV 03 Breitenbach) ließ auf der zweiten Hälfte einige Zeit liegen, konnte aber mit einer Zeit von 3:40:49 Stunden (3.275 Platz, 612. Platz M 45) dennoch zufrieden sein.
René Richardt aus Bebra war ebenfalls mit der Breitenbacher Laufgruppe nach Hamburg gereist, um seinen ersten Marathon zu laufen. Er hatte erst im Herbst letzten Jahres begonnen sich mit dem Thema Marathon zu beschäftigen. Angesichts der geringen Lauferfahrung zeigte René Richardt ein äußerst gleichmäßiges Rennen, was dazu führte, dass er das Ziel überglücklich nach 3:46:15 Stunden (3.960 Platz, 406. Platz M 30) erreichte.
Beatrix Nöding (TV 03 Breitenbach) hatte sich in den letzen Monaten bedingt durch ihren Ehrgeiz und intensives Training sehr deutlich verbessert, so dass ihr Ziel unter 4 Stunden zu laufen eigentlich kein Problem darstellen sollte. Sie lief sehr diszipliniert, verlor auf der zweiten Hälfte nicht übermäßig an Zeit und war im Ziel über ihre Zeit von 3:50:22 Stunden (412. Platz Frauen, 74. Platz W 45) sehr glücklich.
Auch nach dem Zieldurchlauf und dem Duschen zeigten sich alle Marathon-Finisher und Läufer noch immer beeindruckt von dem Erlebnis Marathon Hamburg.
Einige Eindrücke sind in der Bildergalerie unter „Hamburg-Marathon 2009“ zu finden.
