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Radsport

Abteilungen » Radsport | 15.09.2014 - geschrieben von Reinhard Scheuch
Ötztaler Radmarathon 2014
Auch in diesem Jahr nahmen wieder 4 Radsportler des TV 03 Breitenbach (Jörg Hansen, Marco Heckmann, Martin Krauss und Joachim Gebhardt) an einer der größten Herausforderung im Jedermann-Radsport teil, um sich ganz nach dem Motto des Veranstalters, "Ich habe einen Traum", ihren persöhnlichen Traum zu erfüllen: den Ötztaler Radmarathon.
Am frühen Morgen, nach einer für so manchen unruhigen Nacht, hieß es um 6:45 Uhr, bei kaltem, aber trockenem Wetter sich mit ca. 4.200 Startern in Sölden in die Rennaufstellung zu begeben. Zu absolvieren waren 5.500 Höhenmeter auf einer Strecke von 238 km. Dabei überfährt man den Kühtai-, Brenner- und Jaufenpass, um am Ende das Timmelsjoch zu bezwingen.
Gleich am Anfang wartet eine 35 km lange Abfahrt durchs Ötztal nach Ötz. Höchste Aufmerksamkeit ist hier geboten, denn durch die Kompaktheit des Feldes und der hohen Geschwindigkeit sind Stürze keine Seltenheit. Von Ötz aus fahren unsere 4 Radsportler den 18,5 km langen Anstieg nach Kühtai hinauf. Die Strecke ist hier abwechselnd mit flacheren und bis zu 18 % steilen Passagen gespickt. 1.200 Höhenmeter sind hier schon zu überwinden, aber das ist ja erst der Anfang!
Am Kühtai selbst ist wieder große Vorsicht geboten, denn dort laufen Kühe und Pferde frei herum. Und doch kam es in diesem Jahr Jahr zu einem Unfall mit Pferden. In der Auffahrt sind zwei Haflinger Pferde, völlig irritiert durch die vielen Radfahrer, am Feld vorbei galoppiert. Im weiteren Verlauf sind in der Abfahrt (wo teilweise über 100 km/h erreicht werden) 2 italienische Radsportler mit den Pferden kollidiert und zogen sich dabei zum Teil schwere Verletzungen zu. Leider musste einer per Helikopter in das nächste Krankenhaus gebracht werden.
Im Inntal angekommen radelte das Feld weiter nach Innsbruck, vorbei an der Berg Isel-Schanze und unter der Europabrücke hindurch die alte Brennerstraße hinauf. Dabei überwinden die Radsportler auf 39 km 777 Höhenmeter. Hier darf man sich nicht von dem hohen Tempo einzelner Gruppen anstecken lassen und muß sein Tempo fahren. Die "Körner" werden noch für den zweiten, schwierigeren Teil der Strecke gebraucht.
In der Ortschaft Brenner geht es zum Grenzübertritt Östereich-Italien. Nach einer weiteren Verpflegung steht den Sportlern jetzt der Jaufenpass bevor. Hier müssen die Rennfahrer auf einer Länge von 15,5km 1.130 Höhenmeter bezwingen, das kostet so manchen Radlern ordentlich Kräfte. Gutes Essen und viel Trinken darf deshalb zwischendurch nicht fehlen, denn der Körper verliert bei diesen extremen Anstrengungen unheimlich an Energie.
Am Jaufenpass angekommen geht es auf eine rasante Abfahrt nach St. Leonhard ins Passeiertal. Jetzt haben unsere Radsportler schon 200 km in den Beinen, aber die größte Herausforderung kommt nun: das Timmelsjoch! Jetzt heißt es auf einer Länge von nicht enden wollenden 29 km 1.800 Höhenmeter zu erklimmen! Es ist mit Abstand der anstrengendste Pass dieser Strecke und spätestens hier geht jeder Radsportler an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Viele Sportler quälen sich von Krämpfen geplagt und völlig erschöpft die letzten Kehren hoch. Dazu kommt Regen und Kälte im oberen Bereich des Passes, da ist es sehr wichtig, vernünftige Radsportbekleidung, vor allem für die Abfahrt, dabei zu haben.
Die 4 Breitenbacher Radsportler kämpften sich aber durch und haben auch in diesem Jahr die Bergwelt im Ötztal bezwungen.
Alle erreichten in der mit 2.600 Starten am stärksten besetzten Altersklasse MK 1 (35-50 Jahre) gute Platzierungen.

Name Zeit Gesamtplazierung AK-Platzierung
Joachim Gebhardt 9:22 Std 884 488
Marco Heckmann 10:05 Std 1501 857
Jörg Hansen 10:17 Std 1668 957
Martin Krauss 11:11 Std 2417 1369
An alle Radsportler herzlichen Glückwunsch für diese Wahnsinnsleistung!
Ganz nach dem Motto "nach dem Rennen ist vor dem Rennen" denkt so mancher schon wieder über einen Start im nächsten Jahr nach!


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