Verein
Start
Aktuelles
Veranstaltungen
Vorstand
Übungsangebot
Vereinsgeschichte
Bildergalerie

Abteilungen
Laufen
Volleyball
Tennis
Badminton
Turnen
Duathlon & Triathlon
Radsport
Spieltreff

Interaktiv
Gästebuch
Kontakt
Download-Bereich
Links
Registrierung
Login

 
 
 
Duathlon & Triathlon

Abteilungen » Duathlon & Triathlon | 19.08.2010 - geschrieben von Armin Hast
Erfolgreiche Teilnahme von Doro Heyer an der Triathlon-Challenge Copenhagen
Allein, dass die Challenge-Copenhagen überhaupt stattfinden konnte, ist bemerkenswert: Neun Stunden vor dem Start wollte die Polizei das Rennen noch absagen.
Schon den Startschuss zur Premiere der Challenge Copenhagen über die Ironman-Distanz von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen am Sonntagmorgen dürfte das junge dänische Veranstalterteam insgeheim wie einen Sieg gefeiert haben. Die Planung und Logistik einer solchen Großstadtveranstaltung ist ja ohnehin ein einziger Hürdenlauf, doch was sich seit dem Samstagnachmittag in und um Kopenhagen abspielte, war beim besten Willen nicht vorherzusehen. Sintflutartige Regenfälle verwandelten Teile der dänischen Hauptstadt und ihr Hinterland in ein Überschwemmungsgebiet, über einen halben Meter hoch stand das Wasser auf den hügeligen Landstraßen. In einem der wichtigsten Autobahntunnel im Stadtgebiet versanken die Autos bis zum Dach in den Fluten und in der ersten Wechselzone am Amager-Park im Osten der Stadt tanzten mehrere Dutzend herrenloser Aerohelme wie Schiffchen auf den plötzlich entstandenen Tümpeln, Sturmböen knickten die Hängevorrichtungen für die Wechselbeutel weg wie Streichhölzer. Bis weit nach Mitternacht bargen, schleppten und sortierten die Challenge-Teams aus Roth, dem Kraichgau und Kopenhagen in einem gemeinsamen Kraftakt die Ausrüstung der rund 2.000 Starter, die am Morgen zwar alles etwas schlichter und improvisierter vorfanden, als sie es beim Check-In am Samstag verlassen hatten - aber es funktionierte. Und so begann planmäßig um 7.00 Uhr ein Rennen, dass alle Zutaten zu einem Klassiker hat: Eine vom Strand gut zu verfolgende Schwimmdisziplin in einer Lagune der Ostsee, eine abwechslungsreiche, technisch sehr anspruchsvolle und landschaftlich höchst reizvolle Radstrecke durch das bäuerliche Jütland und einen Marathonkurs zwischen Marine- und Yachthafen, moderner Hafencity und königlichen Palästen.
Rund 150.000 Zuschauer sollen es nach Angaben der Kopenhagener Polizei gewesen sein, die nach dem Ende der Regenfälle den Weg an die Rennstrecken fanden. Die Dänen sind ja traditionell ein sportliebendes Volk. Diese Atmosphäre wollte sich die Triathletin des TV Breitenbach, Doro Heyer, nicht entgehen lassen. Sie war eine der über 2.000 Starter der Premieren-Challenge. Aber es war nicht nur die Premieren-Challenge in Kopenhagen, nein auch Doro Heyer ging erstmals über die Ironman-Distanz an den Start. Nach einem für Doro Heyer ordentlichen Auftakt über die 3,8 km Schwimmen im Amager-Strandpark mit einer Zeit von 1:37:05 Stunden, ging es auf die 180 km lange Radstrecke. Die Landstraßen, auf denen das Wasser an einigen Stellen noch in knöcheltiefen Pfützen stand, sorgten mit vielen kleinen, über Nacht aufgeschwemmten Steinchen immer wieder für Reifenpannen. Hiervon nicht beirren lassen wollte sich Doro Heyer. Sie zeigte eine ganz starke Leistung auf dem Rad, trotz Wind und Wetterkapriolen. Für die 180 km durch Jütland und Kopenhagen benötigte sie 6:21:01 Stunden. Eine tolle Durchschnittsgeschwindigkeit von 29 km/h über 180 km war der Lohn zahlreicher Trainingskilometer durch Waldhessen. Vor der Dänischen Nationalbank in der Kopenhagener Altstadt war die zweite Wechselzone. Die Laufstrecke, die Zuschauer, diese typische Challenge-Atmosphäre, bekannt von Roth, sollten nun Doro Heyer über die Marathondistanz von 42,2 km helfen. Aber nach 5 km musste bereits einmal das Toitoi-Häuschen aufgesucht werden. So entschied sich Doro Heyer dafür lieber nicht zu schnell den Marathon anzugehen, sondern ihn lieber relativ gleichmäßig zu beenden. Viele Triathleten lobten die Laufstrecke und das Kopenhagener Publikum in den höchsten Tönen und so konnte Doro Heyer nach einem Marathon von 4:34:29 Stunden vor dem königlichen Schloss Christiansborg nach 12:42:01 Stunden glücklich und zufrieden finishen. Sie belegte im Feld der Frauen einen tollen 89. Gesamtplatz. In ihrer Altersklasse konnte sie sich bei ihrem Debüt über die Ironman-Distanz sogar als Neunte unter den Top Ten platzieren. So ging der längste Tag des Jahres von Doro Heyer mit einem tollen Ergebnis zu Ende. Ein paar Impressionen sind in der Bildergalerie unter der Rubrik „Triathlon Kopenhagen“ zu finden.

counter.de